Zähne putzen
Veröffentlicht: 11. März 2021

Für die meisten Deutschen ist regelmäßiges Zähneputzen selbstverständlich. Dennoch leiden viele Menschen unter Erkrankungen wie Karies und Parodontitis. Dies liegt jedoch weniger an einer zu geringen Häufigkeit der Reinigung, sondern vielmehr daran, dass wir unsere Zähne nicht richtig putzen. Dafür sind die Wahl der richtigen Zahnbürste und Zahnpasta entscheidend.

In diesem Artikel möchten wir dir ein paar Tipps und Tricks mit an die Hand geben, wie du deine Zähne am besten reinigen kannst. Schon ein paar kleine Änderungen in deiner täglichen Routine können die Gesundheit deiner Zähne enorm verbessern.

Das Wichtigste in Kürze

  • Deine Zähne kannst du mit einer Handzahnbürste oder einem elektrischen Modell reinigen. Mit der richtigen Technik sind beide Varianten ähnlich gründlich. Du solltest deine Zähne mindestens zweimal am Tag für jeweils etwa drei Minuten putzen.
  • Grundsätzlich ist eine Reinigung der Zähne nach dem Essen effektiver. Nach dem Verzehr säurehaltiger Lebensmittel solltest du jedoch mindestens eine Stunde mit Putzen warten, um den Zahnschmelz nicht zu schädigen.
  • Bereits im Babyalter sollte mit einer gründlichen Zahnreinigung begonnen werden, da es sonst später zu Fehlstellungen der bleiben Zähne kommen kann. Kinder lernen das Zähneputzen am besten spielerisch mit Hilfe eines Zahnputzliedes.

Hintergründe: Was du über das Putzen von Zähnen wissen solltest

Das tägliche Zähneputzen ist für die meisten von uns ein wesentlicher Bestandteil unseres Tagesablaufes. Wie die Zähne richtig geputzt werden wissen hingegen die Wenigsten. Wir erklären dir, auf was du beim Putzen der Zähne sowie der Auswahl der richtigen Hilfsmittel achten solltest.

Warum muss man seine Zähne überhaupt putzen?

Zähneputzen ist nicht nur wichtig um Essensreste von deinen Zähnen zu entfernen. Auch bakterielle Zahnbeläge in Form von Plaque werden beseitigt und dem Angriff der Zähne durch Mikroorganismen vorgebeugt.

Zudem schützt das Putzen der Zähne vor Karies und Entzündungen. Zahnschmerzen sind nicht nur unangenehm, die Behandlung kranker Zähne kann auch schnell teuer werden.

Zähne putzen

Die wichtigste Maßnahme zur Erhaltung der Gesundheit deiner Zähne ist regelmäßiges Zähneputzen. Dabei gibt es einige Dinge zu beachten. (Bildquelle: pixabay.com/ Martin Slavoljubovski)

Trotz der regelmäßigen Reinigung ihrer Zähne leiden viele Erwachsene an Parodontitis. Dabei handelt es sich um unumkehrbare Schädigungen des Kieferknochens. Die ersten Anzeichen einer Parodontitis sind Entzündungen des Zahnfleisches.

In späteren Stadien kann es zudem zum Ausfall von Zähnen kommen. Wenn du beim Zähneputzen gründlich vorgehst und ein paar Regeln beachtest, kannst du die Anfälligkeit deiner Zähne für Erkrankungen deutlichen verringern.

Mit welchen Hilfsmitteln kann ich meine Zähne putzen?

Um deine Zähne gründlich zu reinigen, gibt es einige wichtige Hilfsmittel, die für das Putzen deiner Zähne essenziell sind. Diese wollen wird dir im folgenden Abschnitt vorstellen.

  • Zahnbürsten gibt es sowohl als herkömmliche Handzahnbürsten als auch mit elektrischem Antrieb. Mit der richtigen Technik ist die Reinigung mit beiden Varianten ähnlich effizient. Da man bei Nutzung einer elektrischen Zahnbürste nicht viel selbst machen muss, fällt vielen Menschen das Putzen mit dieser leichter.
  • Zahnseide ist besonders für die Reinigung deiner Zahnzwischenräume ideal geeignet. Da diese Bereiche nur schwer mit einer Zahnbürste erreicht werden können, entsteht dort besonders oft Karies. Zahnseide sollte vor dem Zähneputzen verwendet werden, damit die in der Zahnpasta enthaltenen Fluoride in die gereinigten Flächen eindringen können und so den Zahnschmelz härten.
  • Interdentalbürsten werden ebenfalls zum Putzen der Zwischenräume der Zähne verwendet. Sind diese Abstände größer, eignen sich Interdentalbürsten besser. Bei engeren Zahnzwischenräumen ist jedoch Zahnseide optimal.
  • Mundduschen können dazu verwendet werden den Mund sauber zu spülen. Mit Hilfe des Wasserdrucks können auch Zahnzwischenräume freigespült werden.
  • Zahnpasten versprechen heutzutage die verschiedensten Wirkungen. Bei der Auswahl einer geeigneten Zahnpasta solltest du vor allem darauf achten, dass sie frei von Zucker ist. Zudem sollte Fluorid enthalten sein, welches zusätzlich vor Karies schützt. Mit Zahnpasten, welche der Aufhellung der Zähne dienen, solltest du vorsichtig sein. Meist sind Schleifkörper enthalten, welchen nach und nach den Zahnschmelz abschmirgeln.
  • Mundspülung wirkt antibakteriell, reinigt den Mundraum im Gegensatz zu einer Zahnbürste jedoch nur oberflächlich. Bakterieller Zahnbelag wird nicht entfernt. Ein abschließendes Spülen mit Mundspülung nach der Zahnreinigung ist aber eine gute Ergänzung der täglichen Mundhygiene. Positiv ist zudem der frische Atem, welche durch die Nutzung einer Mundspülung entsteht.
  • Zahnpflegekaugummis bieten sich für die schnelle Auffrischung zwischendurch an. Wenn du es eilig hast, reinigen sie schnell deine Zähne und versorgen sie mit Mineralien. Allerdings solltest du darauf achten, dass kein Zucker enthalten ist.

Wie putze ich meine Zähne richtig?

Beim Putzen deiner Zähne solltest du auf ein paar wichtige Punkte achten, die die Zahnreinigung wesentlich effektiver machen. Auf folgende Dinge solltest du besonderen Wert legen:

  • Regelmäßiges Putzen
  • Gründliches Putzen
  • Die richtige Technik
  • Die richtige Zahnbürste & Zahnpasta
  • Die Reinigung der Zahnzwischenräume

Neben der Wahl der richtigen Zahnbürste ist für saubere Zähne die Anwendung der richtigen Putztechnik am wichtigsten. Während früher auf kreisförmige Bewegungen gesetzt wurde, wird heutzutage ein Putzen von Rot nach Weiß gemäß der Bass-Methode empfohlen. Durch kreisförmiges Putzen können sich Nahrungsreste unter das Zahnfleisch schieben, was zu entzünden führen kann.

Die Bass-Methode basiert auf folgenden Schritten:

  1. Du solltest die Zahnbürste so aufsetzen, dass die Oberfläche der Zähne sowie das Zahnfleisch zu gleichen Teilen vom Borstenfeld bedeckt werden.
  2. Der zwischen der Achse der Borsten und dem Zahn entstehende Winkel sollte zwischen 45 und 60 Grad liegen.
  3. Nun drückst du mit der Zahnbürste leicht auf bis sich die Borsten beginnen zu biegen.
  4. Jetzt kannst du damit anfangen deine Zähne zu putzen. Dazu bewegst du die Bürste mehrmals mit einem leichten Rütteln und fegst den so gelösten Zahnbelag ausgehend vom Zahnfleisch nach unten hin weg. Auf den Kauflächen wird die Bürste einfach nur hin und her bewegt. Für jeden Zahn solltest du dir etwa 10 Sekunden Zeit nehmen.

Um jede Fläche deiner Zähne zu erreichen, solltest du beim Putzen systematisch vorgehen. Dabei hilft dir das KAI-System. Nach diesem beginnst du mit den Kauflächen, putzt anschließend die äußeren Flächen und endest bei den Zahninnenseiten.

Auch die Zahnzwischenräume solltest du nicht vergessen. Um keinen Zahn zu vergessen, kannst du beispielsweise in der rechten oberen Ecke beginnen und dich nach links unten vorarbeiten. Wichtig ist zudem, dass du darauf achtest die Zahnbürste nicht zu stark aufzudrücken.

Wie oft und wie lange sollte ich meine Zähne putzen?

Deine Zähne solltest du mindestens zweimal am Tag putzen. Besonders wichtig ist die Zahnreinigung am Morgen und am Abend. Im besten Falle solltest du eine dritte Reinigung nach dem Mittagessen durchführen.

Es ist effektiver die Zähne erst nach dem Essen zu putzen, da sich während der Mahlzeiten Speisereste im Mundraum sammeln.

Diese werden von Bakterien in Säuren umgewandelt, welche für die Zähne schädlich sind. Durch das Putzen wird der Angriff der Säure auf die Zähne beendet. Allerdings solltest du bei der Zahnreinigung auf den richtigen Zeitpunkt achten.

Die Dauer des Putzvorgangs sollte immer drei Minuten betragen. Dadurch stellst du sicher, dass jeder Zahn von allen Seiten gereinigt wird. Du solltest deine Zähne allerdings auch nicht länger als nötig putzen, da dadurch auch nicht mehr Plaque entfernt wird.

Zudem steigt das Risiko einer Verletzung des Zahnfleisches und des Zahnschmelzes. Weiterhin wird der Verschleiß begünstigt und deine Zähne können sensibler werden.

Wann sollte ich meine Zähne putzen?

Für gesunde Zähne kommt es auch auf den richtigen Zeitpunkt des Putzens an. Eine Reinigung im falschen Moment kann trotz der gutgemeinten Geste sogar schädlich für deine Zähne sein.

Nach dem Verzehr säurehaltiger Lebensmittel solltest du etwa eine Stunde mit dem Zähneputzen warten.

Du solltest deine Zähne nie direkt nach dem Essen putzen. Besonders wenn du säurehaltiges Obst wie Zitrusfrüchte oder Apfel, Fruchtsäfte oder Salate, deren Dressing Essig enthält, zu dir genommen hast solltest du mindestens eine Stunde mit dem Zähneputzen warten.

In dieser Zeit kann sich der mineralhaltige Speichel wieder remineralisieren. Zusätzlich kannst du vor der Reinigung ein Glas Mineralwasser trinken, da dieses die Neutralisierung unterstützt.

Durch die in den Lebensmitteln enthaltenen Säuren werden Mineralien wie Phosphat und Kalzium aus dem Zahnschmelz gelöst. Dies führt zu einer Schwächung der natürlichen Schutzschicht deiner Zähne. Ein Putzen der Zähne nach dem Essen führt somit zu einer Abreibung des Zahnschmelzes.

Wie oft sollte ich meine Zahnbürste wechseln?

Unabhängig, ob du dich für ein Elektro- oder eine Handzahnbürste entscheidest solltest du den Bürstenkopf bzw. die ganze Bürste nicht länger als drei Monate verwenden. Grund dafür ist, dass die Reinigungsleistung im Laufe der Zeit nachlässt und gespaltene Borsten beim Putzen zu Zahnfleischverletzungen führen können.

Nach Erkrankungen wie einer Erkältung, Grippe oder einer Lippenherpes-Infektion solltest du  die Bürste ebenfalls wechseln, da sich zwischen den Borsten Krankheitserreger sammeln können. Durch das Auswechseln wird eine Neuinfektion vermieden.

Worauf sollte ich beim Putzen der Zähne von Kindern achten?

Obwohl Milchzähne nicht dauerhaft im Mund bleiben, müssen auch diese richtig gepflegt werden. Wenn die ersten Zähne aufgrund von Karies frühzeitig ausfallen, kann dies später eine Fehlstellung der bleibenden Zähne zur Folge haben.

Ab dem Zeitpunkt zu dem bei deinem Kind der erste Milchzahn durchbricht, kannst du mit dem Zähneputzen beginnen. Die ersten Zähne kannst du mit einer weichen Kinderzahnbürste reinigen, auf der du eine erbsengroße Portion Kinderzahnpasta platzierst.

Wenn du deinem Baby die Zähne putzt, kannst du mit der einen Hand dessen Kinn stützen und Ober- und Unterlippe sanft auseinanderziehen, während du mit deren Hand die Zahnbürste führst.

Sobald das Kind etwas größer ist, kannst du langsam anfangen es beim Putzen der Zähne mithelfen zu lassen. Im Allgemeinen können Kinder ab einem Alter von drei Jahren damit beginnen ihre Zähne allein zu putzen. In einer spielerischen Atmosphäre fällt Kindern das Zähneputzen wesentlich leichter. Dazu kannst du zum Beispiel ein Zahnputzlied vorsingen.

Bevor Kinder anfangen eine elektrische Zahnbürste zu nutzen, sollten sie zunächst den richtigen Umgang mit einer Handzahnbürste erlernen. Auch ein elektrisches Modell kann die Zähne nur effektiv reinigen, wenn die optimale Putztechnik angewendet wird.

Zähne putzen: Die besten Tipps & Tricks für saubere Zähne

Ein wichtiger Faktor für eine gründliche Zahnreinigung ist die Auswahl der richtigen Zahnbürste. Sowohl mit einem elektrischen Modell, als auch mit einer herkömmlichen Handzahnbürste können sehr gute Resultate erzielt werden. Meist ist die Entscheidung eher von persönlichen Vorlieben abhängig.

Zähne putzen

Die Wahl der richtigen Zahnbürste und Zahnpasta ist ein wesentlicher Faktor für saubere Zähne. Du solltest die verwendeten Produkte immer auf die Bedürfnisse deiner Zähne abstimmen. (Bildquelle: pixabay.com/ Bruno)

Beim Kauf einer Zahnbürste egal welcher Art solltest du immer darauf achten, dass das Borstenfeld multitufted ist. Bei dieser Anordnung sind die Borsten in kleinen Büscheln angeordnet. Auf Naturborsten solltest du hingegen lieber verzichten. Natürliche Fasern neigen dazu aufzuquellen und bieten so einen idealen Nährboden für Bakterien.

Art Vorteile Nachteile
Handzahnbürste Günstiger Preis, Können in jeder Drogerie und Lebensmittelgeschäft erworben werden Weniger gründliche Reinigung, Gefahr von Zahn und Zahnfleischschäden durch zu starkes Aufdrücken
Oszillierende Zahnbürste Gründliche Reinigung dank kleinem Bürstenkopf, Günstiger als Schallzahnbürsten Durch zu starkes Aufdrücken können Zahnfleisch und -schmelz beschädigt werden, Große Flächen können nicht mit einem Mal geputzt werden
Schallzahnbürste Gefahr von Schädigungen des Zahnes und des Zahnfleisches geringer, Einfache Handhabung dank großem Bürstenkopf Hohe Anschaffungs- und Folgekosten, Großer Bürstenkopf erreicht nicht alle Stellen
Ultraschallzahnbürste Gründliche und schnelle Reinigung, Besonders sanftes Putzen, Schonende Reinigung von Implantaten Hoher Preis, Teure Spezialzahnpasta nötig

Wenn du mehr über die verschiedenen Varianten deine Zähne zu putzen erfahren möchtest, kannst du in den folgenden Absätzen jeweils mehr darüber erfahren.

Zähne mit einer Handzahnbürste putzen

Die meisten Menschen benutzen nach wie vor eine manuelle Zahnbürste. Handzahnbürsten sind sehr günstig und müssen nicht aufgeladen oder mit Batterien bestückt werden. Mit der richtigen Technik ermöglichen sie eine gründliche Zahnreinigung.

Bei freiliegenden Zahnhälsen solltest du eine harte Bürste wählen, für empfindliches Zahnfleisch ist eine weiche Bürste optimal.

Handzahnbürsten gibt es in verschiedenen Härtegraden. Grundsätzlich ist eine mittlere Härte zu empfehlen. Weiche Zahnbürsten legen sich stärker um den Zahn als harte Bürsten. Leidest du unter freiliegenden Zahnhälsen, solltest du daher entgegen dem weit verbreiteten Irrglauben zu einer harten Bürste greifen.

Diese fördern auch die Durchblutung des Zahnfleisches. Bei Zahnfleischproblemen eignen sich jedoch weiche Zahnbürsten besser, da zu harte Borsten Zahnfleisch und Zahnschmelz schädigen können.

Du solltest immer eine Bürste mit abgerundeten Borsten wählen, da diese schonender für das Zahnfleisch sind. Ein kleiner Bürstenkopf hilft dir auch die Backenzähne gut zu erreichen. Auch auf einen ergonomischen Griff solltest du achten. Dieser führt zu einer besseren Handhabung der Bürste und erleichtiert dir das Zähneputzen.

Vorteile
  • Geringer Preis
  • Nahezu überall erhältlich
  • Gut zum Lernen der richtigen Technik
Nachteile
  • Weniger gründliche Reinigung
  • Gefahr des zu starken Aufdrückens
  • Schädigungen von Zahn und Zahnfleisch möglich

Zähne mit einer elektrischen Zahnbürste putzen

Vielen Menschen fällt es leichter ihre Zähne mit einer elektrischen Zahnbürste zu putzen, da diese ihnen die meiste Arbeit abnimmt. Aus diesem Grund ist die Reinigung mit einer elektrischen Zahnbürste meist gründlicher, als wenn mit einer Handzahnbürste geputzt wird. Auch bei elektrischen Modellen solltest du auf die richtige Technik beim Zähneputzen achten.

Elektrische Zahnbürsten sind in den unterschiedlichsten Formen bei zahlreichen verschiedenen Anbietern erhältlich. Sie werden entweder mit einem wiederaufladbaren Akku oder mit handelsüblichen Batterien betrieben. Im Folgenden wollen wir die grundlegenden Varianten elektrischer Zahnbürsten genauer vorstellen.

Oszillierende Zahnbürste

Der Antrieb einer oszillierenden Zahnbürste erfolgt mit Hilfe eines Elektromotors, welcher den im Allgemeinen kleinen, rundlichen Bürstenkopf bewegt. Mit diesem kann jeder Zahn einzeln gereinigt werden. Eine gleichzeitige Reinigung größerer Flächen ist nicht möglich. Es ist beim Zähneputzen also eine gewisse Geduld nötig.

Vorteile
  • Kleiner Bürstenkopf
  • Gründliche Reinigung einzelner Zähne
  • Im Vergleich zu Schallzahnbürsten günstiger
Nachteile
  • Zeitintensive Reinigung
  • Kein Putzen großer Flächen mit einem Mal möglich
  • Gefahr des zu starken Aufdrückens
  • Höherer Bürstenverschleiß gegenüber Schallzahnbürsten

Oszillierende Zahnbürsten werden auch als Rotationszahnbürsten bezeichnet. In abwechselnder Drehrichtung rotiert der Bürstenkopf bis hin zu einem bestimmten Winkel. Die Frequenz der Schwingung beträgt dabei in etwa 3000 Bewegungen pro Minute. Innovative Modelle können den Bürstenkopf auch in weitere Richtungen bewegen. Dies wird als 3D-Technik bezeichnet.

Schallzahnbürste

Schallzahnbürsten funktionieren durch einen Magnetmechanismus oder ein Piezo-Element. Dies treibt einen Schallerzeuger an, dessen Schwingungen zum Bürstenkopf geleitet werden. Die Zähne werden nicht mit Hilfe des Schalls, sondern durch die Borsten gereinigt.

Der Bürstenkopf vibriert bei der Nutzung. Mit im Durchschnitt 30.000 Schwingungen in der Minute ist die Frequenz der Bewegungen des Bürstenkopfs wesentlich höher als bei oszillierenden Zahnbürsten.

Personen, die dazu neigen, beim Putzen ihrer Zähne zu viel Druck auf die Bürste auszuüben sollten zu einer Schallzahnbürste mit Drucksensor greifen. Diese Modelle geben bei einem zu hohen Anpressdruck ein Warnsignal ab. Zusätzlich werden durch die längliche Form Putzfehler vermieden.

Vorteile
  • Schonende und gründliche Reinigung
  • Geringere Gefahr von Schädigung von Zahn und Zahnfleisch
  • Einfache Handhabung
  • Für feste Zahnspangen gut geeignet
Nachteile
  • Großer Bürstenkopf erreicht nicht alle Stellen
  • Oft sehr teuer
  • Hohe Kosten für Ersatzköpfe

Dank ihres großen Bürstenkopfes sind Schallzahnbürsten besonders einfach in der Handhabung. Somit können sie auch von Personen genutzt werden, welche mit der herkömmlichen Zahnreinigung Probleme haben.

Schallzahnbürsten ermöglichen Menschen mit körperlichen Einschränkungen, älteren Personen und Kindern eine gründliche Zahnreinigung. Auch für Träger einer festen Zahnspange sind Schallzahnbürsten ideal.

Ultraschallzahnbürste

Nur wenige echte Ultraschallzahnbürsten sind auf dem Markt erhältlich. Diese Modelle werden mit einer Frequenz von 1,6 Millionen Schwingungen pro Minute betrieben. Es erfolgt eine Übertragung der Schwingungen auf die Mundflüssigkeit oder eine besondere Zahnpasta.

Die Reinigung erfolgt dadurch, dass die in der Zahncreme enthaltenen Bläschen platzen. Beim Aufsatz einer Ultraschallzahnbürste handelt es sich entweder um eine normale Bürste oder einen Tupfer.

Vorteile
  • Gründliche Zahnreinigung
  • Besonders sanftes Putzen
  • Für Implantate geeignet
  • Schnelle Reinigung
Nachteile
  • Spezialzahnpasta nötig
  • Hohe Anschaffungs- und Folgekosten

Das Zähneputzen mit einer Ultraschallzahnbürste ist besonders schonend. Ein Aufdrücken des Bürstenkopfes ist nicht nötig. Bei bestehenden Schäden an Zähnen und Zahnfleisch sind diese daher optimal geeignet. Auch für frisch eingesetzte Zahnimplantate sind Ultraschallzahnbürsten ideal. Die hohe Frequenz erlaubt zudem eine sehr gründliche Reinigung in kürzester Zeit.

Fazit

Du hast bestimmt gemerkt, dass es viele verschiedene Möglichkeiten gibt, um deine Zähne zu putzen. Das wichtigste ist aber, dass du die optimale Zahnbürste sowie Zahnpasta für deine individuellen Bedürfnisse auswählst. Auch die Zahnzwischenräume solltest du niemals vernachlässigen, da dort besonders viele Bakterien lauern.

Wenn du diese Hinweise befolgst, musst du gar nicht viel Aufwand betreiben, um deine Zähne gründlich zu reinigen. Es reicht schon aus, die Zähne zweimal am Tag für jeweils drei Minuten mit der richtigen Technik zu putzen, damit dein Gebiss sauber und gesund bleibt. So kannst du auch im hohen Alter noch kraftvoll zubeißen.

Bildquelle: Ferli / 123rf

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