Schwitzen ist eines der wichtigsten und gleichzeitig nervigsten Sachen, das dir passieren kann. Oft ist es einfach nur unangenehm und peinlich. Vor allem wenn du außerordentlich stark und häufig schwitzt.

Aber meistens findest du ein Grund für die Schweißausbrüche und daher wirst du es auch nicht näher beachten. Aber wenn keine Ursache zu finden ist, solltest du auf keinen Fall die Angelegenheit ignorieren. Schließlich kann sich eine ernstzunehmende Krankheit durch Schwitzen als Symptom bemerkbar machen.

Bloß, was ist denn überhaupt starkes Schwitzen und wie viel ist noch normal? Was kannst du dagegen tun? Wir helfen dir mehr darüber zu erfahren und geben dir einfache Tipps mit auf dem Weg, um einen kühlen Kopf zu bewahren.

Das Wichtigste in Kürze

  • Schwitzen ist ein natürlicher Prozess der Wärmeregulierung des Körpers. Jeder Mensch schwitzt unterschiedlich stark und Faktoren wie Gene sowie körperliche Fitness spielen eine Rolle.
  • Schwitzen kann ein Symptom für andere schwerere Krankheiten sein. Wenn du also aus unerklärlichen Gründen stark schwitzen solltest, immer einen Arzt fragen.
  • Gegen starkes Schwitzen hast du viel Einfluss und du kannst selber einige Dinge tun. Kleinigkeiten wie luftige Kleidung und leichte Kost können große Auswirkungen haben.

Was ist starkes Schwitzen (Hyperhidrose)?

Schwitzen ist eine natürliche Körperfunktion bei gesunden Menschen. Du schwitzt um deine Körpertemperatur zu regulieren. Denn der Körper versucht seine Kerntemperatur von etwa 36-37 Grad Celsius so gut wie möglich aufrecht zu erhalten.

Normalerweise schwitzt du wenn deine Körpertemperatur steigt und Wärme produziert wird. Der Schweiß transportiert diese überschüssige Wärme nach außen. Je höher der Temperaturanstieg, desto mehr wirst du auch schwitzen, um einfach an die Normaltemperatur zu gelangen.

Der Kühlungseffekt entsteht dabei wenn der Schweiß auf der Haut verdunstet. Neben der Überhitzung als Ursache existieren noch andere wie Angst und Erregung. Die vorher genannte Arten von Schwitzen fällt unter der Kategorie von normalem, physiologischem Schwitzen. Diese gegenübergestellt ist das krankhafte, starke Schwitzen.

Schwitzen ist ein natürlicher Prozess und gehört einfach zum Leben dazu. Jedoch kann es manchmal Zeichen für eine Grunderkrankung sein. (Bildquelle: unsplash / Hans Reniers)

Beim starken Schwitzen mit dem medizinischem Fachbegriff Hyperhidrose wird grundsätzlich zwischen primärer und sekundärer Hyperhidrose unterschieden. Bei der sekundären tritt das Schwitzen als Begleiterscheinung einer Grundkrankheit auf beziehungsweise gibt es einen äußeren Grund.

Zum großen Teil wird in diesem Artikel über diese Form von Hyperhidrose gesprochen, da beim primären noch keine eindeutige Ursachen festgestellt werden kann.

Weltweit sind mehr Menschen von der primären Hyperhidrose betroffen. Sie beginnt meistens im Alter unter 25 Jahren und manchmal sogar schon im Kindesalter an. Dies ist genetisch bedingt und wird durch Belastung, Stress und Hitze begünstigt.

Hintergründe: Was du über starkes Schwitzen wissen solltest

Schwitzen ist im Sommer ein allgegewärtiges Thema und wird leider oft aus Peinlichkeit ignoriert. Niemand spricht gerne offen über diese Angelegenheit.

Aus diesem Grund erklären wir dir Einzelheiten über diese Problematik. Wie es entsteht, ob es gefährlich ist und wann du zum Arzt gehen solltest.

Wie stelle ich fest, ob ich Hyperhidrose habe?

Leider ist die Frage schwer zu beantworten, da starkes Schwitzen subjektiv von Mensch zu Mensch verschieden ist. Außerdem spielen beim Schwitzen sehr viele Faktoren eine Rolle.

Beispielsweise spielen das Alter und die Körperzusammensetzung eine Rolle wie viel du tatsächlich schwitzt, sodass du alleine schwer eine genaue Diagnose treffen kannst.

Aber selbstverständlich kannst du ungefähre Anhaltspunkte an dir selber erkennen und mit diesem kannst du deine Sorgen beim Besuch bei einem Arzt besprechen.

Geläufige Anzeichen für Hyperhidrose ist das starke Schwitzen ohne besonderen Grund.

Außerdem ist ein Indiz das ständige Schwitzen, sodass andauerd ein Schweißfilm auf der Haut entsteht und sich sogar tropfende Perlen bilden können.

Wodurch kann starkes Schwitzen ausgelöst werden?

Schwitzen kann durch einige gänzlich unterschiedliche Gründe verursacht werden. Es reicht von einfachem Übergewicht bis hin zur Krebserkrankung. Leider ist aufgrund der Vielfalt das genaue Identifizieren relativ schwierig.

Aber mit unserem Artikel wirst du zumindest schon weit mehr über die möglichen Ursachen erfahren.

Anstrengungen (Sport, etc.)

Jede Form von körperlicher Anstrengung erhöht deine Körpertemperatur. Sei es nun durch aktive oder passive Einflüsse. Aktiver Einfluss ist zum Beispiel die körperliche Betätigung und passiv ist das heiße Wetter.

Bei hohen Außentemperaturen kannst du trotz Inaktivität einfach viel schwitzen. Wenn du dabei auch noch ein wenig zu viel Gewicht mit dir führst, so muss dein Körper mehr Masse kühlen. Schließlich wird dein Herz schnell belastet und muss mehr pumpen. Bitte konsultiere daher einen Arzt, da vielleicht eine Herz-Kreislauf-Krankheit hinter dem Schwitzen stecken könnte.

Infektionen (Grippe, Fieber, etc.)

Wenn deine Abwehrkräfte Erreger wie Viren oder Bakterien bekämpfen, so erhöht sich deine Körpertemperatur. Denn es werden Stoffe ausgeschüttet, die das Schwitzen begünstigen. Damit ist Schwitzen eine Folge des Abwehrprozesses des Immunsystems und ist normal.

Bei einer herkömmlichen Erkältung wirst du schon selber festgestellt haben, dass zusätzlich von außen zugeführte Wärme einen positiven Einfluss beim Gesundwerden haben. Die Wärme führt zu einer besseren Durchblutung und folglich schwitzt du auch mehr.

Bei Infektionskrankheiten wie zum Beispiel Malaria, Tuberkolese, Bakterielle Herzinnenhautentzündung und HIV tritt häufiger nächtliches Schwitzen auf. Und daher ist es besonders wichtig, bei vermehrtem Nachtschweiß einen Arzt zu konsultieren. Denn es kann sich um eine ernst zunehmenden chronische Infektionen handeln.

Stoffwechselerkrankungen (Schilddrüsenerkrankung, Diabetes mellitus,…)

Zu den Schilddrüsenerkrankungen gehört die Schilddrüsenüberfunktion und das starkes Schwitzen ist eines der Symptome dieser Krankheit. Die Krankheit selbst wird durch das Morbus Basedow verrusacht.

Vereinfacht gesagt sorgt die Krankheit für einen hyperaktiven Stoffwechsel. Eine andere Schilddrüsenerkrankung wäre die Hashimoto-Thyreoiditis, die sich ebenfalls durch starkes Schwitzen bemerkbar macht.

Bei der Zuckerkrankheit Diabetes ist das starke Schwitzen gemeinsam mit Schwächegefühl ein Indiz für eine Unterzuckerung.

Hormonstörungen (Wechseljahre, Schwangerschaft, etc.)

Im menschlichem Körper schwankt manchmal die Hormone während besonderer biologischer Zeiten und verursacht damit einige Beschwerden. Unter den Beschwerden ist häufig eine überhöhte Schweißproduktion. Zu den besonderen Zeiten zählen vor allem die Periode, Schwangerschaft und Wechseljahre bei der Frau.

Während der Periode sind vermehrt Achselschweiß als Zeichen besonderer körperlicher Anstrengung festzustellen. Bei Schwangerschaft fördert die stärkere Durchblutung das Schwitzen, weil nun zwei Menschen mit Blut versorgt werden müssen. Schließlich deutet Hitzewallungen im mittleren Alter auf den Anfang der Wechseljahre hin.

Krebs (Leukämie, etc.)

Nächtlicher Nachtschweiß kann ein Symptom für manche Formen von Krebs sein. Wie bei der Hodgkin-Krankheit, da die Lymphsystem betroffen werden und in diesem System werden Stoffwechselprodukte transportiert und verursacht dadurch ein starkes Schwitzen.

Besonders vorsichtig solltest du sein, da nächtliches Schwitzen mit den weniger ernsten Infektionskrankheiten verwechselt werden kann. Deshalb bei Ungewissheit immer einen Arzt fragen.

Nebenwirkungen von Medikamenten

Einige Medikamente können Schwitzen als Nebenwirkung verursachen. Genauer gesagt, sind bestimmte Wirkstoffe für das Schwitzen verantwortlich. Vor allem sind Substanzen, die Einfluss auf das Kleislaufsystem sowie Hormonproduktion, für starkes Schwitzen verantwortlich.

Diese können Medikamente könnten folgende sein:

• Antidepressiva
• Betablocker
• Hormonpräperate

Weitere Auslöser

Die Ursachen sind wirklich vielfältig, daher haben wir für dich noch mal kurz weitere Auslöser in dieser Tabelle aufgelistet.

Auslöser Beschreibung
Verdauung von Speisen Bei stark gewürzten Speisen und deftigen Essen braucht dein Körper mehr Energie für die Verdauung.
Übergewicht Mit dem zusätzlichen Gewicht ist der Körper stärker belastet. Er muss mehr Masse bewegen und kühlen.
Stress (Arbeit, Prüfung, etc.) In stressigen Situationen werden mehr Stresshormone ausgeschüttet. Diese verursachen das starke Schwitzen.
Drogen- und Alkoholabbau Ebenfalls viel Energie wird beim Abbau von Drogen und Alkohol verwendet. Nach dem Alkoholkonsum schwitzt du nach einigen Stunden stärker, um den Alkohol über den Schweiß auszuscheiden.
Erkrankungen Parkinson kann für eine gestörte Wärmeregulierung sorgen.

Ist starkes Schwitzen gefährlich?

Schwitzen an sich ist nicht gefährlich. Nur wenn das Schwitzen eine Begleiterscheinung einer anderen Krankheit ist, kann es gefährlich werden.

Aber sonst könntest du theoretisch als starken Schwitzer einfach weiter machen. Bloß ist es sehr nervig, vor allem wenn du am falschen Ort und Zeit schwitzt. Noch dazu kann der entstehende Geruch sehr unangenehm für die Person selbst und seine Mitmenschen sein.

Der kurze Video-Beitrag von Galileo zeigt wie das Leben einer Frau mit Hyperhidrose aussieht.

Diese Faktoren können somit auf langer Sicht negative Auswirkungen auf deine sozialen Interaktionen haben. Du wärst bei jeder Begegnung ein wenig paranoid über dein Schwitzen und als Folge könntest du dich von Menschenmengen zurück ziehen.

Wann sollte ich bei starkem Schwitzen zum Arzt gehen?

Du solltest zum Arzt gehen wenn du plötzliche Schweißausbrüche ohne besonderen Grund hast. Typische Wirkursachen sind zum Beispiel Aufregungen, hohe Außentemperaturen und Fieber. Du kannst abe auch zum Arzt gehen, wenn das starke Schwitzen deinen Alltag negativ beeinflusst.

Definitv sofort zum Arzt solltest du gehen wenn neben dem Schwitzen noch andere Beschwerden wie Depression, Kopfschmerzen, Blässe und Magen-Darm-Probleme bemerkbar sind. Insbesondere bei kaltem Schweiß und Übelkeit sowie Schwächegefühle.

Zunächst solltest du zu deinem Hausarzt gehen und nach ersten Untersuchungen wird er dir sagen können, was für das starke Schwitzen verantwortlich sein kann. Wenn das vermehrte Schwitzen durch eine Grunderkrankung verursacht wird, so wird ein Facharzt für weitere Nachforschungen zur Rate gezogen.

In dieser Tabelle siehst du folgenden Grund sowie Spezialgebiete der Ärzte:

Grund/Krankheitsbild Spezialist
Hauterkrankung Dermatologe
Diabetes mellitus Diabetologe
Stoffwechselerkrankung Endokrinologe
Nervenerkrankung Neurologe

Was tun gegen starkes Schwitzen: 8 effektive Behandlungsmethoden

Im Allgemeinen solltest du das starke Schwitzen nur reduzieren und nicht komplett verhindern. Denn das Schwitzen hat einen Sinn.

Daher ist vom endgültigen Entfernen von Schweißdrüsen beziehungsweise das Zwicken von Nerven aus gesundheitlichen Gründen generell abzuraten. Wenn das Schwitzen aber extrem wird und deine Lebensqualität derart beeinträchtigt, solltest du unbedingt das Gespräch mit einem Arzt aufsuchen.

Sonst kannst du einige natürliche Dinge dagegen tun, um es in den Griff bekommen. Die folgenden Tipps helfen dir beim Schwitzproblem:

Luftige Kleidung

Ein einfacher Weg weniger zu schwitzen ist das Anziehen von weiter und luftiger Kleidung. Der Stoff sollte nicht zu eng an der Haut anliegen, damit die Luft besser zirkuliert. Außerdem solltest du auf helle Kleidung achten, da dunkle Farben Hitze anzieht.

Beim Kauf solltest darauf achten nur atmungsaktive und keine synthetischen Materialien zu kaufen. In synthetischen Fasern wie Polyester können sich nämlich auch Bakterien aufgrund der schlechteren Durchlässigkeit vermehren.

Stoff/Material Eignung Beschreibung
Leinen Freizeit und Büro Wird aus Naturfasern gewonnen und hält trotz seiner Leichtigkeit Hitze ab. Transportiert Schweiß nach außen und trocknen relativ schnell. Noch dazu wirkt Leinen bakteriendtötend.
Seide Arbeit im Büro Sehr feiner und leichter Stoff. Seide punktet vor allem mit einem eleganten professionellen Look.
Viskose Sport Viskose ist eine halbsynthetische Faser, die fein und atmungsaktiv ist.

Richtige Ernährung

Im Sommer wird empfohlen Leichtes zu essen. Deftiges, was schwer im Magen liegt, solltest du so gut wie möglich vermeiden. Denn dein Körper wird es bei leichter Kost leichter beim Verdauen haben.

Ebenfalls solltest du auf scharfe Gewürze, koffeinhaltige Getränke und Alkohol verzichten. Denn sie wirken auf deinen Körper anregend und der Stoffwechsel läuft auf Hochtouren.

Greif lieber zu Obst, Salat und Joghurt, um dich von innen zu kühlen. Selbstverständlich solltest du immer auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten und fast nichts schlägt das gute alte Wasser.

Heilpflanzen (Salbei, Lavendel, etc.)

Salbei- und Lavendel-Tee wird oft für Frauen, die in die Wechseljahre kommen, empfohlen. Denn die darin enthaltenen ätherischen Öle haben eine Schweißhemmende und nebenbei eine antibakterielle Wirkung gegen den Geruch.

Wenn du Tee trinkst, kühlst du dich damit von innen. Somit helfen dir die Pflanzen generell gegen starkes Schwitzen und ist auch noch dank der vielen Nährstoffe gesund.

Regelmäßiger Sport

Abhängig von deiner körperliche Fitness, Veranlagung und Intensität wirst mehr oder weniger schwitzen. Das Wichtigste ist jedoch einfach ins Schwitzen zu kommen und darum deine Schweißdrüsen zu trainieren.

Daher würden auch Saunagänge funktionieren, obwohl es technisch kein Sport ist. Aber deine Körpertemperatur erhöht sich dadurch und das Schwitzen wird angeregt.

Du kannst viel gegen das starke Schwitzen tun. Darunter auch das regelmäßige Trainieren deiner Schweißdrüsen durch Sport oder Saunagänge. (Bildquelle: 123rf.com / maridav)

Bespreche unbedingt vorher mit deinem Arzt welche Sportart für dich geeignet ist. Außerdem solltest du auch in Erfahrung bringen in welcher Intensität und Häufigkeit du sorgenlos trainieren kannst.

Durch das Training bewirkst du nebenbei ein Gewichtsverlust und dies fördert deine allgemeine Gesundheit. Achte aber darauf den Flüssigkeitsverlust durch Wassertrinken auszugleichen.

Vor allem wenn du Fitnessstudio oder zuhause folgende schweißtreibenden Sportarten betreibst:

  • Joggen
  • Fahrrad oder Cardiogeräte

Entspannung

Angst- und Nervositätszustände begünstigen das starke Schwitzen. Daher helfen gegen das übermäßige Schwitzen Aktivitäten, die entspannen. Unter Entspannung versteht jeder etwas anderes.

Wenn du dir nicht ganz sicher bist, dann könntest einfach Folgendes ausprobieren. Denn Studien zufolge haben soziale Kontakte, Yoga und Bücher lesen eine entspannende Wirkung bei der Mehrheit der Bevölkerung.

Leitungswasser-Iontophorese Therapie

Diese Stromtherapie wird häufig für Hände und Füße angewandt. Hierbei hälst du betroffene Stelle in einer mit Leitungswasser gefüllten Wanne und durch kleine Elektroden bekommst ganz leichte Stromschläge. Keine Sorge, die Stromstärke wird individuell angepasst und sollte nur so stark sein, dass du ein kleines Kribbeln an den Gliedmaßen spürst.

Der Strom reduziert die Schweißbildung indem sie die für das Schwitzen zuständigen Zellen beeinflusst. Die Therapie wird täglich für etwa 15 min durchgeführt und nach vier, fünf Wochen zeigen sich schon Schweißreduktionen, sodass nur noch wöchentliche Therapieeinheiten notwendig sind.

Homöopathie

Bevor du zu homöopathische Mitteln greifst, befrage vorher einen Arzt und er kann dich eventuell an eine homöopathische Praxis weiterleiten, wo du homöopathisch behandelt wirst.

Die Behandlung in der alternativen Heilmedizin schaut folgendermaßen aus. Du wirst für einige Monate Konstitutionsmittel zum Einnehmen erhalten bis sich schließlich Schweißreduktionen zeigen.

Operation

Die operative Entfernung von Schweißdrüsen oder der Einsatz von Botox beim fokalen Schwitzen, ist die letzte Methode, die du gegen Hyperhidrose anwenden sollest. Du solltest vor operativen Eingriffen wirklich alle anderen Möglichkeiten ausprobiert haben.

Diese Behandlungsmethode kann nur beim starken Schwitzen unter den Achseln angewendet werden und ist auch in manchen Ländern als einziges erlaubt. Da bei anderen Stellen wie die Handinnenflächen eine erhöhte Gefahr besteht mehr Schaden anzurichten.

Trivia: Was du sonst noch über starkes Schwitzen wissen solltest

Wir haben für dich noch ein paar interessante Fakten herausgesucht, die dich interessieren könnte.

Wenn du an einer bestimmten Stelle besonders häufig schwitzt, schwitzt die Mehrheit auch genau an der Stelle? Schwitzt du vielleicht mehr als dein Freund oder deine Freundin?

Es wird dir auch aufgefallen sein, dass im Sommer bei den Nachrichten darauf hingewiesen wird, dass Ältere viel trinken sollen und jedliche körperliche Anstrengung meiden sollen. Aber wieso eigentlich?

Was sind die häufigsten betroffenen Körperstellen?

Im Normalfall schwitzt du am ganzen Körper. Also angefangen bei den Füßen, Po, Rücken, Achseln, Gesicht und schließlich bis zum Kopf. Dies wird als generalisierte Hyperhidrose bezeichnet.

Alle Menschen schwitzen – jedoch nicht gleich stark und an unterschiedlichen Stellen. (Bildquelle: 123rf.com / plpchirawong)

Es gibt aber auch bestimmte Stellen, wo du mehr schwitzt. Denn an diesen Stellen liegen vermehrt Schweißdrüsen nebeneinander. Diese Körperareala betreffen zuhäuft die Achseln, Händen und Füßen. Hier spricht man dann von fokaler Hyperhidrose.

Sind bestimmte Altersgruppen stärker vom starken Schwitzen betroffen?

Je älter du wirst, desto inaktiver werden deine Schweißdrüsen. Das bedeutet, dass deine Körperregulierung nicht mehr so gut funktioniert wie in deinen jüngeren Jahren. Du schwitzt weniger und muss daher Temperaturerhöhung anders entgegenwirken.

Vor allem bei 70 und 80 Jährigen haben die Schweißfunktionen stark nachgelassen. Deshalb ist es ratsam in jungen Jahren häufig Sport zu machen und die Drüsen zu trainieren, sodass sie ins hohe Alter noch gut funktionieren. Insbesondere aber solltest du unabhängig vom Alter viel Flüssigkeit zu dir nehmen.

Egal in welchem Alter du dich gerade befindest, Sport und viel Wasser trinken ist immer gute Idee. Lege daher schon jetzt den Grundstein für die späteren Jahre und baue die Gewohnheit auf.

Eine Ausnahme stellt hier bei den Frauen, die in die Wechseljahre kommen. Typischerweise sind das ab 40 bis 50 Jahren. Die weiblichen Körper durchlaufen viele hormonelle Veränderungen und verursacht eine Störung der Wärmeregulation. Hitzewallungen sind oft die Folge.

Schwitzen Männer mehr als Frauen?

Nicht immer, denn das stärkere Schwitzen ist weniger vom Geschlecht als von der Körpergröße abhängig. Neben Schwitzen reguliert dein Körper Wärme auch über die Gefäßerweiterung, um die Blutzirkulation zu erhöhen.

Studien belegen, dass kleinere Personen mehr Wärme über die Hautoberfläche abgeben und somit die zweite Methode der Wärmeregulierung vorrangig eintritt. Denn relativ gesehen besitzen sie mehr Hautoberfläche pro Kilogramm Körpergewicht als die körperlich Größeren.

Das heißt, weil Männer durchschnittlich größer sind als Frauen schwitzen sie daher mehr.

Fazit

Schwitzen ist in den meisten Fällen harmlos, solange du dir den Grund erklären kannst. Aber es ist auch Vorsicht bei starkem Schwitzen geboten. Denn das Gefährliche ist, dass es ein Symptom einiger Krankheiten sind.

Daher solltest du bei Unsicherheit unbedingt einen Arzt aufzusuchen. Doch oft handelt es einfach um Hyperhidrose, die relativ gut in den Griff zu kriegen ist.

Mit unseren Tipps kannst auf einfacher und schneller Weise Schweißausbrüche entgegenwirken. Und nach Anwendung kannst du wieder ein cooles Leben zu führen.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.stark-gegen-schwitzen.de/schweiss/formen-krankhaftes-schwitzen/sport/

[2] https://www.fitforfun.de/sport/weitere-sportarten/schweiss-warum-schwitzen-sexy-macht-_aid_12606.html

[3] https://www.diabetes-online.de/a/schwerpunkt-tabuthema-schwitzen-wenn-der-schweiss-tropft-1857768

[4] http://www.oegdc.at/pat_hyperhidrose.html

Bildquelle: 123rf.com / jedimaster

Warum kannst du mir vertrauen?

Redaktion
Redaktion
Die Redaktion von GLAMOURLUX.de recherchiert und schreibt informative, verständlich aufbereitete Ratgebertexte zu den verschiedensten Themen- und Aufgabengebieten.