Die Haut unserer Augenpartie ist ganz besonders zart und empfindlich. Daher sollte man möglichst milde und pflegende Kosmetikprodukte rund um die Augen verwenden. Doch leider beherzigen das nicht alle Kosmetikhersteller.

Vielmehr gibt es immer wieder spezielle Augencremes deren Inhaltsstoffe schädlich und zum Teil sogar gesundheitsgefährdend sind. Unter anderem enthalten Cremes teilweise Substanzen, die aggressiv auf die Haut wirken können und diese durchlässig für Schadstoffe machen. Außerdem können auch hormonell wirksame Substanzen enthalten sein.

Augenringe

Augenringe sind ein häufiges kosmetisches Problem. Betroffene stören sich an der dunklen Schattierung der Hautbereiche um die Augen, die man in der Fachsprache auch als Halonierung bezeichnet. Es gibt einige Augencremes die helfen, Augenringe zu bekämpfen. (Foto: chriscarroll071158 / pixabay.com)

Doch manche Produkte zur Augencremes enthalten vielleicht keine gesundheitsschädlichen Stoffe, dafür aber wirken sich ihre Inhaltsstoffe negativ auf die Umwelt aus. So enthalten sehr viele Kosmetikprodukte Palmöl.

Doch der Anbau von Palmöl ist sowohl unter sozialen Gesichtspunkten als auch im Hinblick auf Umweltschutz sehr umstritten. Denn für den Anbau der Ölpalmen werden große Flächen an Regenwald gerodet. Palmöl ist in sehr vielen Augencremes und Cremes und anderen Schönheitsprodukten enthalten, daher ist es oftmals gar nicht so einfach, darauf zu verzichten.

Codecheck schafft hier Abhilfe – dort wird jedes Produkt auf seine Inhaltsstoffe hin untersucht, und es ist einfacher, Alternativprodukte mit besseren Inhaltsstoffen zu finden.

Augencremes vergleichen lohnt sich

Wer also bewusst auf die Inhaltsstoffe seiner Augencremes achten möchte, sollte auf Codecheck vergleichen.

So ist es ganz einfach, herauszufinden, welche Kosmetika, ob für die Augenpartie oder auch das ganze Gesicht oder zur Körperpflege, gesundheitsgefährdende oder auch umweltschädliche Inhaltsstoffe haben. Codecheck schlägt gleich Alternativen vor, die die gleiche Wirkung erzielen sollen, aber verträglichere Inhaltsstoffe haben.

Insbesondere bei der sensiblen und empfindlichen Augenpartie solltest du darauf achten, deinen Körper nicht mit Schadstoffen zu belasten, wenn du doch eigentlich pflegen willst. Daher ist ein zweiter Blick auf die Inhaltsstoff-Angaben oft lohnenswert.

So einfach funktioniert ein Codecheck

Gibt es sehr viele kryptische Bezeichnungen in den Inhaltsstoff-Angaben deines Produktes? Auf Codecheck gibt es diverse Produktinformationen. Durch einen Scan des Barcodes mit der Codecheck-App wird dir unter anderem angezeigt, ob sich Parabene, Silikone, Palmöl oder auch Mikroplastik in deiner Kosmetik befinden.

Bei Lebensmitteln erkennst du, ob sich Zusatzstoffe, Palmöl, zu viel Zucker oder Fett darin verstecken. Für Veganer, Vegetarier, Menschen mit Laktoseintoleranz oder Glutenunverträglichkeit gibt es zusätzlich Warnungen.

Anti Augencreme

Viele Anti-Falten-Augencremes enthalten künstliche Stoffe, die für längere Haltbarkeit sorgen – der Haut aber nicht unbedingt guttun. (Foto: cocoparisienne / pixabay.com)

Diese Inhaltsstoffe in Augencremes sind gefährlich

Wer seine Anti-Falten-Augencreme nicht gerade im Öko-Kosmetikshop kauft oder selbst macht, muss leider damit rechnen, dass sie schädliche Stoffe enthält. Vor allem diese drei sind – aus unterschiedlichen Gründen – bedenklich:

Wie können Parabene Allergien auslösen?

Bis so ein Augencreme-Tiegel aufgebraucht ist, kann es schon mal mehrere Wochen dauern. Deshalb mischen viele Kosmetikhersteller ihren Anti-Falten-Augencremes auch Konservierungsstoffe wie Parabene bei.

Sie sorgen dafür, dass die Produkte möglichst lange haltbar sind und sowohl Bakterien als auch Schimmel in der feuchten Atmosphäre des Badezimmers keine Chance haben.

Das Problem: Je nach Hauttyp und -empfindlichkeit können Parabene Allergien und Hautreizungen auslösen. Selbst Pilzerkrankungen sind möglich.

Greife deshalb zu Produkten mit der Aufschrift „ohne Parabene“ – laut Stiftung Warentest sind auch Produkte im unteren Preissegment zur täglichen Anwendung geeignet.

Warum Silikone die Haut überpflegen können

Auch Silikone finden sich neben Augencremes in vielen Beauty-Produkten, so zum Beispiel in Shampoos, aber auch in Anti-Falten-Augencremes. Dabei handelt es sich um Stoffe, die aus Verbindungen von Wasserstoff und Silizium bestehen.

Augenremen mit Silikonen hinterlassen einen feinen Film auf der Haut, der sie optisch glättet. Das Problem: Silikone haben keinen guten Ruf, dabei sind sie gar nicht gesundheitsschädigend.

Bei gesunder Haut können sie sogar wie ein Express-Schönmacher wirken. Doch Vorsicht, gelangen zu viele Silikone an die empfindliche Haut unter den Augen, können diese Stellen schnell „überpflegt“ werden.

Augencreme

Mehr ist nicht immer mehr – Silikone sind nicht nur in Shampoos nicht immer ideal, zu viel davon unter den Augen ist auch nicht optimal. (Foto: Engin_Akyurt / pixabay.com)

Warum ist Kollagen sein Geld nicht wert?

Das Strukturprotein Kollagen kommt zum Beispiel im menschlichen Bindegewebe vor, für Kosmetikprodukte wird der Zusatzstoff allerdings meist aus tierischen Geweben gewonnen. Angeblich soll Kollagen Falten regelrecht aufpolstern, so jedenfalls die Theorie.

Das Problem: Es stimmt zwar, dass Kollagen die Elastizität und Festigkeit der Haut verbessert, das funktioniert aber nur, wenn der Stoff wirklich in die Haut eindringt.

Doch die Kollagenmoleküle in Anti-Falten-Augencremes sind dafür viel zu groß, das macht die äußerliche Anwendung also nahezu wirkungslos.

Deshalb sind Anti-Falten-Augencremes mit Kollagen vielleicht nicht schädlich, aber auf jeden Fall rausgeschmissenes Geld.

Warum Duftstoffe in der Augenpflege schlecht sind

Duftstoffe werden auf der Verpackung oft als Parfum oder Fragrance angegeben, was erst einmal harmlos klingt. Es gibt aber Duftstoffe, die giftig für unseren Körper sind. Dazu gehören zum Beispiel nitro- und polyzyklische Moschusverbindungen in der Kosmetik.

Diese Duftstoffe können Allergien auslösen. Bei Versuchen an Tieren haben sie sogar Krebs ausgelöst und konnten das Erbgut verändern. Auch der Duftstoff Coumarin gilt als allergieauslösend und krebserregend. Er soll zudem auch leberschädigend sein.

Coumarin findest du sogar oft in Naturkosmetika. Fakt ist, das gerade die künstlichen Duftstoffe hoch allergieauslösend sind. Synthetische Duftstoffe sind eigentlich in so gut wie jeder Kosmetik enthalten, die einen angenehmen Geruch hat.

Diese Duftstoffe sind laut Untersuchungen des Informationsverbundes Dermatologischer Kliniken starke Allergieauslöser. Da viele künstliche Aromen auf Petroleumbasis hergestellt werden, können sie auch Kopfschmerzen, Atemprobleme, Kreislaufbeschwerden, Erbrechen und Hautreizungen hervorrufen.

Das gefährlichste ist aber, dass es für die Hersteller betreffender Kosmetik bisher noch keine Hinweispflicht gibt, bei der auf die Gefährlichkeit dieser Duftstoffe hingewiesen wird.

Palmöl als Inhaltsstoff schadet der Umwelt

Palmöl ist bereits als gefährlicher Inhaltsstoff in Lebensmitteln bekannt. Aber auch in der Kosmetik wird es oft genutzt. Sogar in extrem vielen Pflegeprodukten. Woran das liegt? Palmöl gilt als rückfettend und antioxidativ.

Zudem ist es für Kosmetikhersteller günstig zu bekommen, aber es schadet der Umwelt ungemein. Durch die einfache Erreichbarkeit dieses Inhaltsstoffs steigt auch die Nachfrage. Und diese führt zu einer extremem Umweltbelastung und Zerstörung.

Denn Regenwälder, in denen das Palmöl gewonnen wird, werden im großen Maßstab vernichtet und abgerodet. Das bedeutet einen Einschnitt in das Weltklima und somit auch für uns Menschen.

Palmöl findet sich auf der Inhaltsstoffliste meist unter dem Wortbestandteil palm oder Palmitate. Aber meist wird es etwas verschlüsselter dargestellt, zum Beispiel als Cetearyl Alcohol, Emulsifiers E471, Stearic Acid oder Glyceryl Stearate.

Diese Vielfalt macht es dir als Verbraucher schwer, Palmöl in den Produkten zu finden. Selbst in Naturkosmetik kann Palmöl enthalten sein. In diesem Fall ist es allerdings zertifiziert.

Warum Glycerin deine Haut austrocknet

Glycerin entsteht aus der Verbindung von Propan-1, Propan-2 und Propan-3-triol. Es handelt sich hierbei um einen sogenannten Zuckeralkohol. Zu finden ist Glycerin vorwiegend in Shampoos, Gesichtscremes, Körperlotionen, Seifen und Duschgels.

Es wird verwendet, um das Wasser in den Pflegeprodukten zu binden und das Austrocknen des jeweiligen Produktes zu verhindern. Auf der Haut entzieht es selbst in tieferen Hautschichten Wasser und trocknet die Haut auf Dauer aus.

Fazit

Wer Wert auf seine Gesundheit legt, sollte zukünftig wirklich schauen, welche Inhaltsstoffe in der verwendeten Kosmetik stecken. Seltsamerweise wird das Bewusstsein für eine gesunde Ernährung, ohne schädliche Inhaltsstoffe und für biologisch-organische Lebensmittel immer größer.

Bei Kosmetikprodukten, die wir jeden Tag nutzen ist das allerdings noch nicht der Fall. Egal, was wir auftragen, die Haut saugt es in sich auf. Und besonders die giftigen Inhaltsstoffe und die Chemie aus Kosmetika reichert sich nach und nach immer mehr im Bindegewebe an.

Um Kosmetik zu verwenden, in der keine giftigen Inhaltsstoffe enthalten sind, solltest du auf zertifizierte Naturkosmetik-Produkte zurückgreifen.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links


[1] https://www.global2000.at/naturkosmetik-check


[2] https://www.mandorla.at/blog/294-umstellung-auf-naturkosmetik-gut-fuer-ihre-haut-und-ihr-gewissen.html


[3] https://www.woman.at/a/warum-naturkosmetik


[4] https://www.biorama.eu/greenwashing-pur-vermeintliche-naturkosmetik-im-alltagstest/

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