Der Begriff Concealer kommt vom englischen Ausdruck „to conceal“ und bedeutet auf Deutsch so viel wie abdecken, kaschieren oder verbergen. Make-up gehört für viele zur alltäglichen Routine. Die praktischen Produkte bieten eine Vielzahl von Möglichkeiten, um einen individuellen Look zu kreieren.

Der Concealer kann dabei mit vielen Einsatzmöglichkeiten überzeugen. Zum Kaschieren von Augenschatten, zur Abdeckung von Rötungen und Unreinheiten oder zum Aufhellen und Highlighten von Gesichtspartien stehen dir viele Anwendungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Welche Farbe ist passend?

Um kleine Stellen punktgenau zu behandeln, sind Concealer Stifte gut geeignet. Großflächige Abdeckung von hartnäckigen Hautunreinheiten oder auch Narben und Pigmentflecken benötigen ein sogenanntes Camouflage-Make-up. In beiden Fällen ist es wichtig, den richtigen Farbton zu treffen. Mit diesen Tipps kommst du schneller zu deinem perfekten Concealer:

  • Der Concealer sollte leicht heller sein als dein tatsächlicher Hautton (1-2 Nuancen)
  • Teste Make-up-Produkte grundsätzlich immer bei gutem Tageslicht
  • Abhängig vom eigenen Grundton sollte der Concealer passend eine rosa- oder beigefarbene Nuance aufweisen

Die richtige Farbe finden

Ein klassischer Concealer hat meist eine beige Farbe, je nach Hautton kann die Nuance variieren. Der Concealer hat vor allem ein Ziel, das Abdecken von Augenschatten oder andere Unebenheiten im Gesicht.

Wie auch beim Make-up sollte der Concealer optimal auf die eigene Hautfarbe abgestimmt sein. Man unterscheidet zwischen neutralen, rosigen und gelben Untertönen der Haut.

Welcher Hautunterton habe ich?

Du weißt nicht welchen Hautunterton du hast beziehungsweise bist dir nicht ganz sicher welchen Unterton du bei deinem Concealer wählen sollst? Anhand dieser Merkmale kannst du ganz schnell und einfach deinen Farbtyp bestimmen:

  1. Entferne all dein Make-up und binde dein Haar zu einem Pferdeschwanz zusammen – so beeinflusst es nicht den Gesamteindruck deiner Haut.
  2. Nimm dann ein weißes Kleidungsstück, halte es dir an den Körper und beobachte deinen Teint:
    1. Schmeichelt das Weiß deiner Haut? Dann hat sie einen warmen Unterton.
    2. Wenn gedecktes Elfenbeinweiß besser an dir aussieht, hast du einen kühlen Teint.
    3. Dir steht beides? Dann hast du einen neutralen Hautton.

Eigenschaften der verschiedenen Hautuntertöne

Ein neutraler Hautton hat sowohl warme als auch kühle Untertöne. Die Adern scheinen blau-grün durch die Haut durch. Wer einen eher rosigen Hautton hat, hat einen kühlen Unterton. Äderchen scheinen bläulich oder violett durch die Haut.

Concealer

Wenn du auf der Suche nach dem richtigen Concealer bist, dann wird dir bereits aufgefallen sein, dass es jede Menge Auswahl gibt. Zudem gibt es noch so viele verschiedene Nuancen und Untertöne, dass du schnell den Überblick verlieren kannst. (Foto: fotostrobi / pixabay.com)

Bei einem gelblichem Hautton hat die Haut einen warmen Unterton. Die Adern schimmern grünlich durch die Haut. Personen mit einem gelblichen Hautunterton werden oftmals schneller braun als Personen mit neutralen oder rosigen Hauttönen. Diese wiederum neigen eher zu Sonnenbrand.

Wie wendet man Color-Correcting richtig an?

Color-Correcting basiert auf der Lehre von den Komplementärfarben, jenen Tönen also, die sich gegenseitig neutralisieren. Hast du also einen fahlen, gelbstichigen Teint, dann sind Concealer und Primer mit violetten Farbpigmenten perfekt, um dich frischer wirken zu lassen.

Rötungen, kleine Pickel oder Narben beseitigst du mit Grüntönen – eben der Komplementärfarbe zu Rot.

Hast du größere rote Flächen wie Couperose, eine verschnupfte Nase oder einen durch Kälte aufgebrannten Lippenhof, dann solltest du unter dem Make-up einen grünstichigen Primer auftragen.

Es geht also nicht darum, wild Farbe ins Gesicht zu klecksen, sondern mit den perfekten Nuancen auszugleichen. Hier nochmals die Farbtöne und ihre Wirkung:

  • Rosa steht dunklen Tönen gegenüber und gleicht dunkle Hautstellen aus.
  • Pistazie und andere Grüntöne reduzieren gerötete Stellen, eignen sich also für Pickelchen, rote Wangen und Cuperose.
  • Beige hellt jeden Hautton auf und ist deshalb für Augenringe und zum Highlighten zum Beispiel des Brauenbogens geeignet.
  • Kanariengelb gleicht bläuliche Hauttöne aus und lässt sie gesunder wirken.
  • Flieder und violett-Nuancen kaschieren den Gelbstich der Haut und orange lässt fahle Augenringe verschwinden.

Color-Correcting trickst das Auge mit pastelligen Komplementärfarben aus. Komplementär sind übrigens Nuancen, die sich im Farbkreis direkt gegenüberstehen. Übereinander gelegt neutralisieren sich diese farblichen Gegenstücke. Das Auge nimmt sie nicht mehr wahr.

Durch diese raffinierte optische Illusion schafft Color-Correcting die farblich perfekt ausbalancierte Basis, auf der das Teint Make-up supergleichmäßig und makellos wirkt.

Richtig fixieren

Versorge dein Gesicht zunächst mit ausreichend Feuchtigkeit, denn kleine Fältchen sind oft ein Ergebnis von Dehydration. Für die Augenpartie eignet sich eine dünne Schicht Augen-Gel. Achte darauf, dass die Augencreme nicht zu reichhaltig ist und schnell einzieht. Auch Gesichtsöle sind eine Option, denn diese sind ein Feuchtigkeits-Boost und polstern die Augenpartie optisch auf.

Concealer

Neben konventionellen, auf die Hautfarbe abgestimmten Nuancen, gibt es außerdem Farben wie violett, orange, blau oder grün. Diese Concealer sind zum Korrigieren von fahler Haut, starken Rötungen oder blauen Schatten gedacht und werden als Colour-Corrector bezeichnet. (Foto: Karolina / pixabay.com)

Bevor du nun einen Concealer aufträgst, solltest du die Poren mit einem Primer schließen und das Hautbild glätten. Verteile anschließend loses Puder über dem Primer, sodass eine gute Grundlage für alle weiteren Schichten entsteht.

Zusätzlicher Tipp: Creme-Concealer lassen sich oft besser verteilen als flüssige. Das Make-up über dem Concealer mit dem Ringfinger vorsichtig einarbeiten und mit einem farblosen Puder fixieren.

Brauche ich einen Pinsel um Concealer einzuarbeiten?

Ob du Concealer mit dem Finger, Schwamm oder Pinsel aufträgst ist letztlich Geschmackssache. Der Auftrag mit dem Ringfinger bietet jedoch den Vorteil, dass das Produkt besser mit der Haut verschmelzen kann, da die eigene Körperwärme den Concealer erwärmt und so geschmeidiger werden lässt. So lässt er sich ebenmäßiger in die Haut einarbeiten.

Fazit

Die Produktauswahl bei Concealern ist groß. Von Cremeprodukten über Puder bis hin zu sogenannten Concealer-Sticks sind der Produktpalette keine Grenzen gesetzt. Die richtige Concealer-Farbe ist ein- bis maximal zwei Nuancen heller, als der eigenen Hautton.

Concealer

Mit pfirsichfarbenem Concealer lassen sich besonders gut Augenringe abdecken, weil die Mischung aus pink, gelb und orange die Komplementärfarben-Gruppe aus grün, blau und violett neutralisiert. (Foto: lightstargod / pixabay.com)

Grundsätzlich sollte die Farbe des Concealers auf den Unterton der eigenen Hautfarbe abgestimmt sein. Für größere Farbunregelmäßigkeiten empfehlen wir, die entsprechenden Schatten eher mit einer Komplementärfarbe auszugleichen.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links


[1] https://www.at.fem.com/beauty-lifestyle/concealer-anwendung-tipps-tricks-fuer-jedes-problem-eine-loesung


[2] http://www.elle.de/concealer-auftragen


[3] https://www.brigitte.de/beauty/beauty-tricks/beauty-tricks–concealer–richtig-kaschieren-10089212.html

Bildquelle: Element5 Digital / unsplash.com

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