Egal, welcher Hauttyp du bist oder ob du viel oder wenig Make-up verwendest: es gibt ein paar Fallen, in die Frau immer wieder gerne tappt. Wir zeigen dir hier, was du nicht machen solltest und wie du sieben häufige Fehler beim Auftragen oder Verwenden von Make-up vermeidest.

Grundierung, Foundation oder doch Make-up?

Als Grundierung, im Englischen auch Foundation genannt, wird die Basis des Make-up bezeichnet, welche über der normalen Tagespflege aufgetragen wird. Die Grundierung ist in flüssiger Form, als Creme oder auch in Form von Puder erhältlich und sollte Hautunreinheiten und Unebenheiten ausgleichen und einen ebenmäßigen Teint schaffen.

Make-Up

Für eher trockenere Haut reicht auch einmal Puder, auf jeden Fall eine grundsätzliche trockene Foundation. Wasserbasierte Produkte sind bei fettiger Haut von Vorteil. Bildquelle: Nastya_Gepp / Pixabay.com

Im Gegensatz dazu eignet sich für Typen mit öliger, leicht fettender Haut die Grundierung in Form von Puder, welches einen matten, nicht glänzenden Teint zu schafft und die Flüssigkeit absorbiert.

Die Grundierung sollte dem eigenem Hauttyp entsprechend ausgewählt werden. Für Personen mit trockener Haut eignet sich eine flüssige Grundierung oder eine feuchtigkeitsspendende, leicht getönte Tagespflege als solche. Somit wird die Haut mit Flüssigkeit versorgt und trocknet nicht weiter aus.

Fehler #1: Keine richtige Grundlage

Für eine perfekte Vorbereitung auf das anstehende Make-up solltest du deine Gesichtshaut zunächst reinigen und peelen. Auf diese Weise werden abgestorbene Hautzellen von der Hautoberfläche entfernt und die Foundation hält länger. Bevor es an den nächsten Schritt geht: Eincremennicht vergessen.

Kaschiere zunächst mit einem Concealer oder farbkorrigierenden Basisprodukten kleine Hautunregelmäßigkeiten. Ein gelbstichiger Concealer beispielsweise deckt Augenschatten und bläuliche Hautstellen ab, mit einem grünen Korrekturstift sind Rötungen wie Hautunreinheiten kein Problem mehr.  Ist alles abgedeckt, kommt die Foundation.

Wer einen besonders strahlenden Blick haben möchte: Etwas Concealer in den äußeren Augenwinkel tupfen!

Die richtige Foundation macht die Haut glatt und ebenmäßig. Die Schwierigkeit liegt darin, das richtige Produkt für sich zu finden – denn von einer getönten Tagescreme bis zur Flüssig-Foundation oder mineralischem Puder hat die Beauty-Industrie jede Menge zu bieten.

Mit dem Auftragen der Foundation solltest du in der Mitte des Gesichts beginnen, weil hier die Haut am häufigsten zu Verfärbungen und Rötungen neigt. Verteile sie von innen nach außen, um Ränder zu vermeiden.

Um bestimmte Stellen in deinem Gesicht hervorzuheben, kannst du anschließend ein weiteres Make-up oder Puder in einer etwas ausgeprägteren Nuance verwenden. Bestimmte Gesichtspartien wie Augen und Mund lassen sich betonen, indem beispielsweise ein heller Concealer verwendet wird.

Fehler #2: Von allem zu viel – Augen vs. Lippen

Nachdem Foundation und Puder aufgetragen sind, gib ein bisschen Rouge auf die Wangen und der Teint wirkt frisch und strahlend schön. Trage das Rouge auf die obere Wangenknochenpartie mit Hilfe eines Pinsels auf und achte darauf, es nicht zu weit unten und nicht zu weit innen zu verteilen.

Ein Tipp, mit dem du die strahlende Wirkung noch verstärken kannst: Tupfe auch ein wenig Rouge auf die Nase oder das Kinn.

Zusätzlich kannst du Natürlichkeit und Frische auch mit einem Highlighter ins Gesicht zaubern. Zum Beispiel auf den oberen Wangenknochen, dem Nasenrücken und den -flügeln und über und unter den Augen.

Ein häufiger Schminkfehler besteht darin, von allem zu viel aufzutragen. Beim weiteren Schminken solltest du also den Fokus auf ein ausgeprägtes Augen-Make-up oder Lippen-Make-up setzen.

Beauty

Benutze unter der Foundation stets einen Primer. Er baut eine unsichtbare Barriere zwischen Haut und Foundation auf und sorgt dafür, dass das Make-up den ganzen Tag hält. (Foto: xusenru / Pixabay.com.com)

Fehler #3: Deine Foundation wird orange

Für die unschöne Verfärbung gibt es nur einen Grund: Dein Flüssig-Make-up ist oxidiert. Der Vorgang ist vergleichbar mit Rost, der sich auf Metall bildet.

In ähnlicher Weise kann Foundation auch zum Beispiel mit Ölen in der Haut, verschiedenen Wirkstoffen in der Hautpflege, mit deiner Körperwärme oder einfach nur mit der Luft reagieren. Zum Glück kann der Effekt abgeschwächt werden.

Hat sich die Foundation verfärbt, solltest du die Haut zuerst mit einem Puder-Papier von Fetten und überschüssigen Ölen befreien. Sprühe anschließend dein Gesicht mit einem Gesichtswasser ein, um die Foundation aufzufrischen und leichter verblenden zu können.

Wenn du dir bei der Farbe der Foundation unsicher bist, wähle lieber einen etwas helleren Ton als einen zu dunklen. Die Foundation dunkelt auf der Haut nämlich immer ein wenig nach.

Im nächsten Schritt tupfe die orangefarbenen Stellen mit einem Beautyblender ab. Das schwächt den Orange-Ton ab und bewahrt dir einen schönen sonnengeküssten Teint. Für ein natürliches Finish pinsle das Gesicht mit einem helleren Puder ab.

Fehler #4: Auf den Primer (Make-up Basis) vergessen

Die meisten Primer (auch Make-Up Base genannt) beinhalten Silikone und gleichen mithilfe von Mikro-Partikeln Unebenheiten auf der Haut aus. Kleine Fältchen, große Poren oder Hautunreinheiten können nämlich beim Auftragen des Make-Ups zu einem fleckigen Ergebnis führen.

Eine gute Make-Up Base hilft, die Gesichtshaut auszugleichen und eine ebenmäßige, perfekte Unterlage für die weiteren Produkte zu schaffen.

Das transparente, glättende Gel enthält außerdem lichtreflektierende Partikel, die für einen frischen Look sorgen.

Primer waren lange Zeit gar nicht in Drogermärkten zu haben, denn nur professionelle Make-up Artists haben zur Make-up Base gegriffen. Die praktischen Helfer sind mittlerweile allerdings fast überall erhältlich.

Der Primer eignet sich besonders gut für ölige Haut. Er wirkt mattierend und verbessert die Haltbarkeit der Make-Up Produkte auf fettiger Haut.

Außerdem gibt es das passende Produkt für jedes Bedürfnis. Ein Primer in rosé kann einen fahlen Teint erfrischen, ein grünlicher Primer wirkt gut gegen Hautrötungen und bei sehr fettiger Haut kann eine Make-Up Base helfen, die besonders gründlich gegen Glanz wirkt.

Mädchen

Das Licht spielt eine wahnsinnig wichtige Rolle bei der Wahl des richtigen Farbtons. Versuche die Foundation auf der Haut auszutesten und gehe nach 15 Minuten ans Tageslicht, um das endgültige Farbergebnis sehen zu können.(Foto: nastya_gepp / pixabay.com)

Fehler #5: Nicht die richtige Textur wählen

Wenn du trockene Haut hast, lässt eine matte Foundation das Gesicht nur zusätzlich dehydriert wirken. Oftmals benutzen Frauen mit öligem Hauttyp Puderfoundations, weil sie glauben der öligen Haut damit einen Gefallen zu tun. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Am besten helfen Foundations auf Wasserbasis.

Merke: Fettige Haut kannst du mit Puder nicht entfetten. Um der Haut das trockene Gefühl (daher fettet sie nach) zu nehmen, greife zu feuchtigkeitsspendenden Produkten.

Fehler #6: Zu hohe Deckkraft führt zu „Maskeneffekt“

Eine hohe Deckkraft kann chic sein, es ist allerdings sehr schwer, ein solches Produkt richtig aufzutragen. Viel Deckkraft bedeutet eben gerade nicht, dass du auf jeden Fall ein gutes Ergebnis bekommst.

Im Alltag funktionieren Foundations mit mittlerer Deckkraft am besten. Benutze einen sehr deckenden Concealer nur da, wo er auch wirklich benötigt wird und trage dann eine zarte Foundation mit einem fluffigen Pinsel auf, um zu sicher zu gehen, dass der Concealer übergangslos verblendet wird.

Fehler #7: Falsche Utensilien beim Auftragen benutzen

Oft benutzen Frauen ihre Finger zum Verblenden, was jedoch meist unschöne Linien im Gesicht hinterlässt. Zudem blenden sie die Farbe in Richtung des Gesichtsrandes nicht richtig aus und das lässt die Foundation fleckig erscheinen.

Informiere dich, wie welches Make-up am besten aufgetragen wird. Manchmal sind die Finger das richtige Werkzeug, in manchen Fällen aber solltest du sie gar nicht einsetzen.

Um das zu vermeiden ist es am besten einen kantenlosen Schwamm, wie etwa einen Beautyblender, zu verwenden. Dadurch lässt sich nicht nur die Foundation ebenmäßiger im Gesicht verteilen, der Schwamm vermischt zudem verschiedene Nuancen und lässt den Look dadurch besonders natürlich wirken.

Fazit

Du solltest dir bei der Wahl deiner Foundation Zeit nehmen und sie im Tageslicht testen. Nimm lieber einen etwas helleren Ton, denn Foundationsoxidieren. Wenn du das Gefühl hast, dass du zu hell bist kannst du immer noch mit contouring oder einem Bronzernachhelfen.

Verwende auch immer eine gute Basis, dann musst du dir keine Sorgen machen, dass deine Foundation verwischen könnte. Fixiere dein Make-up immer mit einem Puder. Versuche beim Auftragen auch immer die Ränder schön zu verblenden damit du ein natürliches Ergebnis erhältst.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links


[1] https://www.artdeco.at/schminktipps


[2] http://www.elle.de/beauty-makeup/foundation


[3] http://www.laroche-posay.at/Artikel/10-Tipps-für-ein-gesundes-wirksames-Make-up/a7841.aspx

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