Für viele ist der Beruf des Make-Up Artists ein Traum! Besonders für uns Frauen geht damit ein Wunsch in Erfüllung, nämlich die Verbindung von Hobby und Job. Wie man Make – Up Artist wird und welche Unterscheidungen es dabei gibt, erkläre ich jetzt!

Wie werde ich Make – Up Artist

Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, dass der Beruf des Make – Up Artists in der Realität ein wenig anders ist, als es von den Medien oder vielen Schulen dargestellt wird. Oftmals werden die schönsten und erfolgreichsten Karrieren versprochen, die ein Bruchteil aller Schüler jedoch nur erreichen wird.

Makeup

Quelle: Pixabay.com / Fotorech

Doch nun zu der guten Nachricht: Make – Up Artist kann jeder werden!  Natürlich sollte man ein gewisses Gespür für Gesichtsformen und Farben mitbringen. Außerdem ist es wichtig kommunikationsfreudig zu sein und gerne auf neue Menschen zu zugehen. Ein gewisses Einfühlungsvermögen und vor allem auf die verschiedenen Wünsche der Kunden einzugehen zeichnet diesen Beruf aus.

Welche Art der Ausbildung macht wirklich Sinn?

Es wird sich häufig darum gestritten, ob man eine Ausbildung als Friseur im Vorfeld machen muss oder wie lange eine Ausbildung zum Make – Up Artist dauert. Manche bieten Tagesseminare an, andere ein ganzes Jahr und wiederum andere nur ein paar Monate. Man muss im Vorfeld keine abgeschlossene Ausbildung haben und auch ein Abitur ist nicht nötig. Natürlich erleichtert eine bereits abgeschlossene Ausbildung als zum Beispiel Friseur die Erfassung der neuen Inhalte, denn diese sind vielschichtiger, als man denkt.

Meiner Meinung nach sollte die Ausbildung kein Jahr, aber auch keine paar Tage andauern. Hier sind 3-6 Monate völlig ausreichend, um genügend Wissen anzusammeln. Danach solltet ihr freie Shootings machen und durch Assistieren eure Erfahrungen immer weiter ausbauen.

Man sollte sich ganz genau überlegen, ob man den Beruf des Make – Up Artists wirklich will, denn dieser Beruf ist in Deutschland kein anerkannter Ausbildungsberuf, das bedeutet, dass die Schulen privat sind und demzufolge auch eine Menge kosten.Grundsätzlich würde ich jedem empfehlen die Schule und somit das Abitur, zu ende zu machen, denn das kann nie schaden und danach ist immer noch genügend Zeit, um als Make – Up Artist durchzustarten.

Was kann ich mit der Ausbildung am Ende anfangen?

Das tolle an diesem Job ist, dass er so breit gefächert ist und du viele Möglichkeiten hast. Zum einen kannst du direkt am Counter arbeiten. Hier arbeitest du als Freelancer oder Festangestellter in Parfümerien oder direkt in Kosmetikläden und berätst dort Kunden und legst dein Hauptaugenmerk auf das Verkaufen von Artikeln.

MakeUp Artist

Quelle: Pixabay.com / Foundry

Du kannst auch direkt für eine Marke arbeiten. Hierbei hast du die Möglichkeit die Marke am outer zu präsentieren. Wenn du gut bist, hast du die Chance Bereichsleiter oder Trainer zu werden. Da gibt es verschiedene Aufstiegsmöglichkeiten, jedoch solltest du eine abgeschlossene Ausbildung im kaufmännischen Bereich vorweisen können und nicht nur gut mit Schminke umgehen können.

Häufig arbeitest du auch in Fotostudios oder auf Events wie Modenschauen, wo du dafür zuständig bist, dass jeder, der auf die Bühne muss, gut aussieht. Allerdings bist du hier eher als Freelancer unterwegs.

TV und Fernsehen ist natürlich auch gefragt! Du kümmerst dich um die Moderatoren oder Schauspieler. Jedoch ist hier besonders Schnelligkeit gefragt und du musst über die Kameraauflösung und die Lichteffekte genau Bescheid wissen, da du ganz anders schminken musst. Auch das beherrschen von HD-Make-Up ist hier empfehlenswert.

Wie komme ich an Jobs?

Es gibt Agenturen, die sich speziell auf die Vermittlung von Hair – & Make-Up Artists spezialisiert haben und dich an Events oder Fehrsehproduktionen weiterleiten. Allerdings ist es sehr schwer in solche Agenturen rein zukommen, da sie ihren Pool eher klein halten. Du solltest ein großes und vielseitiges Portfolio haben und zeigen, dass du mehrere Bereiche abdecken kannst. Das ist auch für die Agenturen wichtig, denn nur so können sie dich auf ihrer Website präsentieren und du machst dich für potenzielle Kunden interessant. Wenn du es schaffst, aufgenommen zu werden, dann ist das aber keine dauerhafte Jobgarantie. Du musst bei deinen Jobs immer 100% geben und dich auch um eigene Sachen als Freelancer kümmern. Falls du eine Absage erhältst, ist das auch nicht schlimm. Frag einfach nach einem Feedback, das du dann mit der Zeit nach und nach umsetzen kannst. Dann kannst du es nochmal probieren.

Ist dieser Beruf wirklich etwas für mich?

Was die Grundvoraussetzungen sind, habe ich bereits erwähnt, allerdings ist es wirklich kein einfacher Job, der nur im Blitzlichtgewitter stattfindet. Es reicht allein nicht aus mit Farben umgehen zu können und aufgeschlossen zu sein. Man muss immer schauen, wo man bleibt, denn es ist wirklich schwer sich in dieser Branche durchzusetzen. Es benötigt viel Energie, Ausdauer und vor allem Eigeninitiative, um an Jobs zu gelangen, denn keiner hat auf frisch gebackene Make – Up Artists gewartet. Wenn ihr Sicherheit braucht, dann ist dieser Beruf nichts für euch. Hier muss man immer auf dem neusten Stand sein und nicht nur die aktuellen Produkte, sondern auch Techniken und auch die Kameraentwicklung im Auge behalten.

Schminken

Quelle: Pixabay.com / kaboompics

Fazit

Schlussendlich kann man sagen, dass dieser Job viel Energie und Aufwand bedeutet und man in der Regel als Freelancer unterwegs ist. Der Erfolg sei nur Wenigen vergönnt, doch das bedeutet nicht, dass du es nicht schaffen kannst! Wer es wirklich will und genügend Kraft und Geduld an jeden Tag legt, wird auch Erfolg ernten!

Weiterführende Informationen

[1] http://www.hairweb.de/friseur-hair-make-up-artist.htm

[2] https://www.beautyjobagent.de/seminar/ausbildung-zum-make-up-artist-visagisten-2016-11-25-20-52

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